Verzeichnisdienst
Active Directory Domain Services
AD DS speichert Objekte wie Benutzer, Computer und Gruppen in einer hierarchischen Struktur. Domänencontroller stellen diese Informationen bereit, authentifizieren Anmeldungen und replizieren Änderungen.
Oberste AD-Struktur; umfasst eine oder mehrere Domänen mit gemeinsamem Schema und gemeinsamer Konfiguration.
Administrative und replizierte Einheit, zum Beispiel intern.example.de.
Strukturiert Objekte, ermöglicht Delegation und dient als Verknüpfungspunkt für Gruppenrichtlinien.
Ein Eintrag mit Attributen, etwa Benutzername, Gruppenmitgliedschaften oder Computername.
Abhängigkeit
Ohne DNS kein gesundes AD
Clients finden Domänencontroller über DNS-SRV-Records. Deshalb müssen Domänenmitglieder als DNS-Server die zuständigen internen DNS-Server verwenden – nicht einfach einen öffentlichen Resolver.
- A/AAAA: Name zu IPv4-/IPv6-Adresse
- PTR: IP-Adresse zu Name in einer Reverse-Lookupzone
- SRV: Dienst und zuständigen Server finden
- CNAME: Alias auf einen anderen Namen
Berechtigungen
Konten nicht einzeln berechtigen
Ein bewährtes Denkmodell ist AGDLP: Accounts kommen in globale Gruppen, diese in domänenlokale Gruppen, und domänenlokale Gruppen erhalten Permissions auf Ressourcen.
A → Benutzerkonto Anna
G → GG_Vertrieb
DL → DL_Ablage_Vertrieb_Aendern
P → NTFS-Recht „Ändern“ auf der Ablage
Das schafft nachvollziehbare Rollen. Ändert eine Person die Abteilung, werden Gruppenmitgliedschaften angepasst statt vieler einzelner ACL-Einträge.
Konfiguration
Gruppenrichtlinien und LSDOU
GPOs verteilen Einstellungen für Computer und Benutzer. Die grundlegende Verarbeitungsreihenfolge lautet Local, Site, Domain, OU. Später verarbeitete Richtlinien können frühere Einstellungen überschreiben.
- GPOs enthalten Einstellungen; Links verbinden sie mit Sites, Domänen oder OUs.
- Sicherheitsfilter und WMI-Filter grenzen die Anwendung ein.
gpresult /rzeigt angewendete Richtlinien.gpupdate /forcestößt eine Aktualisierung an, ersetzt aber keine Ursachenanalyse.
IP-Konfiguration
DHCP in vier Schritten: DORA
Client sucht per Broadcast einen DHCP-Server.
Server bietet Adresse und Optionen an.
Client fordert das gewählte Angebot an.
Server bestätigt die Lease.
Ein DHCP-Relay leitet Anfragen über Routergrenzen weiter, damit nicht in jedem Subnetz ein eigener Server stehen muss.
Automation
PowerShell arbeitet mit Objekten
In einer PowerShell-Pipeline werden strukturierte Objekte weitergegeben. Dadurch greifst du auf Eigenschaften zu, statt Textspalten mühsam zu zerlegen.
Get-Service | Where-Object Status -eq 'Running'
Get-Process | Sort-Object CPU -Descending | Select-Object -First 5
Get-ADUser -Filter * -SearchBase 'OU=Azubis,DC=intern,DC=example,DC=de'
Test-NetConnection server01 -Port 443
Get- prüfen, die Zielmenge eingrenzen und bei unterstützten Cmdlets -WhatIf verwenden.Selbstcheck
Kurze Kontrollfragen
Warum sollte ein Domänenclient den internen DNS-Server verwenden?
Nur der zuständige DNS kennt normalerweise die AD-Zonen und SRV-Records, über die Clients Domänencontroller und AD-Dienste finden.
Warum sind Gruppen besser als direkte Benutzerrechte?
Gruppen bilden Rollen ab, machen Berechtigungen nachvollziehbar und reduzieren den Aufwand bei Personalwechseln.
Was ist der Unterschied zwischen OU und Gruppe?
Eine OU strukturiert AD-Objekte, ermöglicht Delegation und GPO-Verknüpfung. Eine Gruppe bündelt Mitglieder vor allem für Berechtigungen oder Verteilung.